Mehr als nur ein Rettungsanker
http://www.welt.de/data/2005/05/14/717988.html
1 of 2
24-06-2005 18:14
Fr 2 4 . Ju n i 2 00 5
Home
Welt am Sonntag
Aktuell
Politik
Wirtschaft
Finanzen
Immobilien
Sport
Vermischtes
Kultur
Medien
Wissenschaft
Forum
Magazin
Hamburg
Berlin
Reisewelt
Literarische Welt
Auto, Motor, Boot
Karrierewelt
Karriere
Hochschule
Seminare
Karriereservice
Stellenmarkt
Jobsuche
Detailsuche
JobAgent
Lebenslauf
Für
Stellenanbieter
Business Explorer
Partnersuche
Auktion
Abo & Service
Anmeldung
Archiv
Impressum
Kontakt
Mediawelt
TV-Programm
Home
Karrierewelt
1
2
vor
Mehr als nur ein Rettungsanker
Immer mehr Personalmanager setzen auf Coaching. Doch
Einzelberatung ist nichts für Berufsanfänger, und nur wenige
leben davon
von Bärbel Schwertfeger
Wenn ein Topmanager in England keinen Coach hat, wird er schon von
anderen schief angesehen", sagt Konrad Lenniger, der Manager in
Deutschland und England coacht. Denn dort gelte längst die Regel:
Wenn jemand gut ist, muß man ihn fördern. In Deutschland setze sich
diese Ansicht erst allmählich durch. Hier werde Coaching noch eher als
"Rettungsanker" eingesetzt. Getreu dem Motto: Der schafft es nicht
mehr, also braucht er einen Coach. "Coaching muß Bestandteil der
Personalentwicklung sein und nicht Krisenintervention", fordert Sabine
Dembkowski, die Direktorin von "The Coaching Centre" in Köln und
London. Nur dann zahle sich die Einzelberatung auch wirklich aus.
Dabei erkennen immer mehr Personalmanager den Nutzen von
Coaching. So bieten laut einer Umfrage der iSL Sozialforschung in
Darmstadt und der Frankfurter Beratungsgesellschaft "Evolution
Management" bei 210 Personalmanagern rund drei Viertel der
Unternehmen derzeit Coaching an. 89 Prozent sind damit "zufrieden"
oder "sehr zufrieden", wobei sich der Erfolg vor allem in einer
Verbesserung der Konfliktkultur, der Arbeitsergebnisse und der
Motivation der Mitarbeiter zeige.
Besonders wichtig sei die Einzelberatung für Topmanager, weiß Sabine
Dembkowski. Denn je höher jemand in der Hierarchie steige, desto
größer sei die Isolation. Seine Informationen bekomme er nur noch
gefiltert, ein konstruktives Feedback bleibe aus. Dazu kommt der
Zeitdruck. "Der Terminkalender der meisten Topmanager ist so voll,
daß ihnen keine Zeit zur Reflexion ihres Vorgehens und Entwicklung
neuer Strategien bleibt", sagt die Beraterin, die ihre Coachingausbildung
in den USA und England gemacht hat. So hätten Untersuchungen aus
den USA ergeben, daß es selbst den besten Managern nur gelänge, sich
15 Prozent ihrer Zeit für strategisches Denken frei zu halten.
"Topmanager haben niemanden, mit dem sie ihre Ideen besprechen und
reflektieren können", ergänzt Konrad Lenniger. Im Unternehmen
verfolge jeder in erster Linie seine eigenen Interessen, zu Hause fehle
meist das Verständnis für das Geschäft. Der Coach sei daher ein
idealer Sparringpartner - allerdings nur, wenn er auch genügend
Managementwissen und Führungserfahrung habe.
Daß Coaching kein Job für Berufsanfänger ist, hat Jörg Middendorf
(
www.personal-balance.de
) in einer aktuellen Online-Umfrage zur
wirtschaftlichen Situation von Coaches herausgefunden. So verfügen 87
Prozent der 393 Coaches, die an der Befragung teilnahmen, über mehr
als fünf Jahre Berufserfahrung, 30 Prozent sogar über mehr als 15
Jahre. Acht von zehn haben eigene Führungserfahrung. Dabei leben die
meisten jedoch nicht vom Coaching allein. Bei knapp jedem Zweiten
macht die Tätigkeit als Coach nur etwa ein Drittel seiner
Jahresarbeitszeit aus und entsprechend auch nur ein Drittel seines
Jahresbruttoeinkommens. Zwei Drittel verdienen ihr Geld zusätzlich
Stellenmarkt
I T & T ele k om m unik a tio n
I T & T ele k om m unik a tio n
JOBAGENT
Aktivieren Sie Ihren persönlichen
JobAgent und lassen Sie sich per
eMail überaktuelle Stellenangebote
informieren.
FÜR ARBEITGEBER
Print-Stellenangebot aufgeben
Online-Stellenangebot aufgeben
GEHALTSANALYSE
16:58
Staus von mehreren hundert
Kilometern zum Ferienbeginn
16:27
Erste Staus zum Ferienbeginn im
Norden
16:27
Über deutsche Scandlines-Anteile
soll im August entschieden werden
16:11
dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft
16:08
MAN Nutzfahrzeuge bündelt Logistik -
künftig nur noch sieben Zentren
weitere aktuelle Meldungen