Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Hillert

Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Hillert

Als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie und Psychotherapeut und Chefarzt an der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee, geht es Andreas Hillert darum, dass Menschen in beruflichen Belastungssituationen selbstreflektiert mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und auf diese Weise stabil bzw. gesund bleiben oder es wieder werden. Nur so ist langfristig individueller beruflicher Erfolg in florierenden Unternehmen möglich.

Seit mehr als 20 Jahren behandelt Andreas Hillert Menschen, die insbesondere auch im Kontext beruflicher Überlastungskonstellationen erkrankten. Im klinischen Alltag – bestätigt von wissenschaftlichen Untersuchungen - ist offenkundig, dass jede Prävention und Therapie, die im Beruf Stehenden langfristig helfen will, über die individuelle Symptomatik und das Leiden hinaus, privates wie berufliches Umfeld, Leistungsverhalten und Belastungsbewältigungskompetenzen der Betroffenen einbeziehen muss. Als kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichteter Arzt ist Andreas Hillert empirischer Arbeit und naturwissenschaftlicher Methodologie verpflichtet. Eindimensionalen Coaching-Ansätzen, die primär auf Leistungssteigerung und Erfolgsoptimierung abzielen ohne gleichzeitig ein tragfähiges, potentiell krisensicheres Fundament aus sozialer und emotionaler Kompetenz, einschließlich kritischer Selbst-Reflexionsfähigkeit, zu entwickeln, steht er in hohem Maße kritisch gegenüber. Zudem liegt das Problem vieler Unterstützung suchender Menschen darin, dass deren Wünsche und Ziele unrealistisch, zumindest aber mit den ihnen vorschwebenden Strategien nicht erreichbar sind. Andreas Hillert ist sich der Tatsache bewusst, dass kurzfristige Kundenzufriedenheit und die langfristige Lösung von Problemen nicht immer gleichermaßen erreicht werden können und sich mitunter ausschließen. In solchen Fällen setzt er auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und das Primat langfristig günstiger Perspektiven.

Als Professor für klassische Archäologie an der katholischen Universität Eichstätt interessiert sich Andreas Hillert für die philologische Perspektive auf Fragen der kulturellen Identität und Kulturtransformation, von der Antike bis in die Gegenwart. Als Psychotherapeut, anerkannter Supervisor und Selbsterfahrungsleiter sowie Chefarzt an einer der führenden psychosomatischen Kliniken Deutschlands hat er sich langjährig auch wissenschaftlich mit der Interaktion beruflicher Belastungen und psychosomatischer Erkrankungen beschäftigt. Anhand nüchterner Evaluationsdaten lassen sich die Schattenseiten einer Leistungsgesellschaft aufzeigen, in der sich grenzenloser Erfolg und Lebensqualität respektive Gesundheit und der Verlust sozialer Bodenhaftung einander nicht selten unvermittelt gegenüber stehen. 

Das „Anti-Burnout-Buch für Lehrer“, Kösel-Verlag München, von Andreas Hillert erlebte seit 2004 vier Auflagen. Zusammen mit Dr. Michael Marwitz schrieb er ein Buch über „Die Burnout Epidemie“ (Beck-Verlag, München), die das Phänomen psychologisch-psychotherapeutisch, sozialwissenschaftlich und historisch beleuchtet um vor diesem Hintergrund Perspektiven auf individueller und therapeutischer sowie gesellschaftlicher Ebene zu diskutieren. Zusammen mit Stefan Koch und Susanne Hedlund konzipierte und evaluierte er das Gruppenprogramm „Stressbewältigung am Arbeitsplatz“, das bei Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, erschienen ist.


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